„Jedi des Jahres“ und „Pinocchio des Jahres“ 2017

Die letzten Tage habe ich mehrfach die Bitte erhalten, noch einmal separat auf diese „Ethik im Wissensmanagement“ – Initiative von GfWM-regional Sachsen einzugehen, und die Informationen in einem Blogbeitrag zusammenzuführen. Zur Motivation möchte ich einstimmen, mit einem Video, in dem Roland Tichy (Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung) zum Thema „Unwort Lügenpresse“ spricht (Dauer: 22:04min, aufgenommen 1.Mai 2015):

„Pinocchio des Jahres“

ist der Preis für den

  • unehrlichsten/populistischsten Medienbericht
  • den unehrlichsten/populistischsten Politikerbeitrag.

„Jedi des Jahres“

ist der Preis für den

  • objektivsten und mutigsten Medienbeitrag
  • objektivsten und mutigsten Politikerbeitrag

 

Ausgewählt werden die Sieger aus der Auswahl von Beiträgen, die durch GfWM-Mitglieder oder Teilnehmer von GfWM-regional Sachsen vorgeschlagen werden.

Im Blogbeitrag „Was hat der Trump-Erfolg mit Ethik im Wissensmanagement zu tun?“ ist kompakt zusammengefasst, was Ethik im Wissensmanagement aus meiner Sicht ist, warum Medien und Politik eine solch große Vorbildrolle haben und was die Konsequenzen von unethischem Verhalten mit Informationen und Wissen seitens dieser gesellschaftlichen Leitbilder sind.

Vorschläge, wie zukünfig die Abstimmung zur Auswahl der Sieger erfolgen könnte, sind bereits in Teil 2, S.5 meines Dreiteilers zu „Was ist Ethik im Wissensmanagement“beschrieben. Teil 3 von „Was ist Ethik im Wissensmanagement“ enthält nicht nur den konkreten Vorschlag, diesen Preis zum „Jedi/Pinocchio“ umzusetzen, sondern auch eine sehr ausführliche Begründung zu den Zielen, der Positionierung und der Notwendigkeit dieses Preises. Die Begründung auf einen Satz zusammengeschrumpft:

Der Preis soll einen ethischeren Umgang von Politik und Medien mit Wissen und Informationen fördern, d.h. „Ethik im Wissensmanagement“ bei den Vorbildträgern unterstützen.

Bis dieser Preis ggf. offizielles Thema der Fachgruppe „Wissensmanagement und Ethik“ der Gesellschaft für Wissensmanegement e.V. wird und durch ein Team unterstützt wird, ist dies ein Pilot-Versuch der Region Sachsen. Bitte senden Sie eigene Vorschläge direkt an mich, zur Veröffentlichung hier (als Blogbeitrag in der Regionalgruppe), oder tragen Sie Ihre Vorschläge selbst als Antworten in folgendem XING-Gruppenbeitrag „Jedi und Pinocchio des Jahres 2017″ein. Damit der „GfWM-regional Sachsen“ Blogbereich nicht mit diesem Thema überschwemmt wird, werde ich bis auf weiteres alle Vorschläge eines Quartals in einem Beitrag zusammenfassen (diesen über das Quartal jeweils immer weiter ergänzen).

Je nach Aktivität und Teilnahme, werden wir zwischen dem 2.- 4. Quartal 2017 entscheiden, wie mit der erreichten Aktivität eine möglichst gute und objektive Auswahl der Preisträger erfolgen kann, wie der Preis konkret aussieht und wie er verliehen/überreicht wird.

Die vorgeschlagenen Beiträge, Reden oder Veröffentlichungen sollten nicht vor 2016 entstanden sein. Es sollte in der Begründung benannt sein, für welche Kategorie (Jedi/Pinocchio und Medien/Politiker) der Vorschlag ist.

In der Hoffnung auf viele gute Vorschläge

Dirk Liesch

PS: Erklärende Betrachtung zum „Jedi des Jahres“ an einem Beispiel

Im Gegensatz zum Pinocchio, mit dem „unehrlichsten ODER populistischsten“ Beitrag, geht es bei Jedi um den „objektivsten UND mutigsten“ Beitrag. So ist zum Beispiel der Beitrag:

 

Klasse, also sehr informativ und auch objektiv geschrieben. Für einen Jedi-Vorschlag fehlt jedoch der Mut, weil der Grundtenor sich meinungskonform in die heutige Medienberichterstattung einfügt. Mutig würde dieser Artikel u.a. dann, wenn er z.B. analysiert, wie derzeit Medien und Politik genau die gleichen Fehler wiederholen, indem sie handelnde Personen und deren Anhänger bewusst reitzen, verhöhnen, über diese lästern oder ihnen mit Demonstartionen/Streiks, die nicht die Masse der Bevölkerung hinter sich haben, den Vorwand liefern, demokratische Rechte einzuschränken. Würde der Artikel herausarbeiten, dass unser Medien und/oder Politik z.B. im Umgang mit starken Persönlichkeiten der Gegenwart dem historischen Muster folgen und damit genau das Gegenteil erzeugen und fördern, was sie (hoffentlich! Ich bin mir hier nicht mehr so sicher) verhindern wollen, dann wäre der Artikel auch mutig und damit geeignet für einen „Jedi“-Vorschlag, selbst wenn der Autor nicht sein Leben oder seine berufliche Zukunft riskiert.