Pinocchio des Jahres – Vorschläge 1.Quartal 2017

Pinocchio 2017 –  Medien:

„Schaukampf in Kaltland“, Tilman Steffen (7.3.2017, Zeit Online)

Ich schlage folgenden Beitrag zum Pinocchio des Jahres vor:

 

Begründung:

Der Beitrag ist ein deutliches Beispiel, was Roland Tichy in seinem Video zum „Unwort Lügenpresse“ beschreibt, den unbedingten Missionarswillen vieler heutiger Journalisten, die Ihre Medienmacht dazu missbrauchen ihre eigenen persönlichen politischen Meinungen in Form von Propaganda-Kampagnen in die Köpfe der Leser pressen zu wollen. Diese „Neues Deutschland“ – Methoden führten zum großen Vertrauensverlust in die Medien („Lügenpresse“).  Logischerweise noch ausgeprägter im „Kaltland“, also mehr im Osten, als im Westen, da hier dieser Schreibstil aus Erfahrung, Wissen und Bauchgefühl viel eher registriert und richtig eingeordnet wird, als im Westen Deutschlands.

Der Propagandacharakter, die Diskreditierung von Anwälten, Richtern und pauschalisiert ganz Sachsen, was der Autor offensichtlich insgesamt als „Kaltland“  verachtet, sind gar nicht das Hauptproblem eines solchen Artikels, sondern folgendes:

  • => versuchte Einflussnahme auf das Verfahren durch Vorverurteilung und die Suggestion, dass ein faires Verfahren gegen rechts in Sachsen eh nicht zu erwarten ist
  • => noch weitere Spaltung der Gesellschaft
  • => weitere Radikalisierung der Gesellschaft inkl.  des weiteren (berechtigten) Vertrauensverlust in die Medien
  • => Am Ende der Entwicklung steht die sich dadurch selbsterfüllende Prophezeihung eines Bürgerkriegs, an dem dann natürlich die Medien inkl. solche Journalisten keine Schuld haben

Nehmen wir ein konretes Beispiel, bewusster Manipulation, Suggestion und Propaganda, die vermitteln soll, in Sachsen werden Flüchtlinge hinter Gittern und Stacheldraht weggeschlossen: „Der Flachbau im Dresdner Norden ist mit Metallgittern und Stacheldraht umzäunt. Ursprünglich sollten einmal Flüchtlinge in das Gebäude einziehen.“

Oder, dass für Sachsen alltäglich ist, dass permanent ungestraft fremdenfeindliche Aktionen an der Tagesordnung sind: „Es regnet in Kaltland, wie Sachsen oft genannt wird, wenn Fremdenfeinde wieder einmal zugeschlagen haben. “

Dann werden im Text Zuschauer, Verteidiger, Richter und Angehörige verbal fertig gemacht, mit der deutlich darüber transportierten Drohung: Sollte irgendwer im Verlauf des weiteren Verfahrens irgendetwas zur Verteidigung der Angeklagten äußern, oder auch nur an eine Strafe unterhalb Terrorismuss und Mord denken, mache ICH , aufrechter und humanistischer Journalist, EUCH fertig.

Natürlich ist diese Art der Berichterstattung heutzutage Standard geworden und solche Artikel kein Einzelfall. Gerade deshalb, ist es wichtig gegen solche unethische Manipulation von Informationen und Wissen, mit dem „Pinocchio des Jahres“ ein Zeichen zu setzen.

Informationen zum „Pinocchio des Jahres 2017“