Vorschlag GfWM-Wissensmanagement-Modell Boris Jäger - Kommentare zu den Elementen
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WM-SYSTEMKOMPONENTEN UND IHRE ELEMENTE (Systemische Betrachtung )
- Wissensbasis (Wissensarten, Wissensträger, (reversible) Wissenshierarchie, Wissensprozesse)
- Wissensmanagement (Wissensmanagementprozesse: Management- und Wissensprozesse sowie ihre Sub-Prozesse; Instrumente des WM)
- Rahmenbedingungen (horizontale, vertikale und ganzheitliche Gestaltungsdimension, Barrieren und Erfolgsfaktoren)
WISSENSBASIS (Sub-System der Rahmenbedingungen eines Unternehmens)
Wissensarten
Kommentar:
- Viele Unterscheidunsmöglichkeiten, viele Wissensarten (Jong/Ferguson-Hessler (1996): 20 Wissensformen; Romhardt (1998): 40 Dichotomische Wissenssystematisierungen)
- Populär: explizit/implizit, extern/intern, individuell/kollektiv
- Kritik: Explizit/implizit (tacit/implicit/explicit; explizites Wissen=Information)
Wissensträger
Kommentar:
- personelle, materielle und kollektive Wissensträger aber auch andere Unterscheidungen
(reversible) Wissenshierarchie
Kommentar:
- (Zeichen), Daten, Informationen, Wissen, (...)
- reversible Wissenshierarchie: Wissen, Informationen, Daten ODER Wissen, Daten, Informationen (Darüber ob nun Informationen oder Daten gesendet werden besteht Uneinigkeit)
- Daten und Informationen als Wissensteilmengen, -bestandteile, -arten oder –fragmente => Prozeß der Informations- bzw. Datenübertragung als Wissensprozeß
- Haltlose Diskussion Information vs Wissen: reversible Wissenshierarchie; Informationen als Übertragungsform des Wissens; Kontextkriterien => Wissen, je nach Betrachtungsweise (Sender vs. Empfänger) entweder Wissen oder Daten/Informationen
Wissensprozesse
Kommentar:
- als Verknüpfungselement zum WM (Alternativ: Wissensprozesse aus strategischer Perspektive ableiten (Al-Laham))
- Grundlegende Prozesse: Übertragung, Speicherung und Generierung
- Management-Prozesse mit einbeziehen!?
WISSENSMANAGEMENT
Wissensmanagementprozess
- Managementprozess: Managementprozesse (und ihre Sub-Prozesse)
- Wissensprozess: Wissensprozesse (und ihre Sub-Prozesse)
Kommentar:
- Traditioneller (strategischer) Managementprozess: Planung, Realisation und Kontrolle
- Wissensprozess: Bestandteil des Managementprozesses (Realisation); zwischen drei und acht Prozesse; linearer (Wissenswertschöpfungskette), zyklischer (Wissenszyklus) oder interaktiver Prozess (alle Prozesse beeinflussen sich gegenseitig)
Instrumente des Wissensmanagements
Kommentar:
- Vielzahl von Instrumenten (uit Beijerse: insgesamt 98; Armutat et al.: 91)
- i. d. R. Unterscheidung zw. organisationalen und technologischen Instrumenten
- Weitere Unterscheidungen: Newman/Conrad; Roehl; Binney
RAHMENBEDINGUNGEN
Gestaltungsdimensionen
- Vertikal (Management-/(zeitliche) Planungsebene)
Kommentar:
- z.B.: normative/meta- (langfristig ...), strategische, taktische und operative Ebene ( ... kurzfristig)
- Drei Ebenen: entweder normativ, strategisch und operativ ODER, strategisch, taktisch und operativ
Horizontal (System-/Lernebene)
Kommentar:
- z.B.: intrapersonale (Individuum), interpersonale (Gruppe), intraorganisationale (Unternehmen) und interorganisationale (zwischen Unternehmen und Umsystem) Ebene
- Weitere Untergliederung in verschiedene betriebliche Funktionen
Ganzheitlich (Sozio-technische Ebene)
Kommentar:
- Populär: Technik, Organisation, Mensch (TOM)
- synonyme Verwendung der drei Begriffe, Ergänzung und/oder Erweiterung der Begriffe
- Traditionelle strategische Gestaltungsdimensionen: Strategie, Struktur, Kultur
- Vorschlag: Kultur (Sphären: National ... Individuum), Struktur (organisational/prozessural; technologisch); Strategie (Unternehmens-, Wissensmanagement-, Wissensstrategie (=Umseztungsstrategie))
Barrieren und Erfolgsfaktoren
Kommentar:
- Synonym: "core competencies" (Kernkompetenzen) und "core rigidities" (Kernrigiditäten)
- sogenannte Erfolgsfaktoren können durchaus auch Barrieren sein (produktive als auch kontraproduktive Anreizsysteme) => „Einflussfaktoren“ als besserer Begriff
- Kategorisierung: Erfolgsfaktoren den ganzheitlichen Dimensionen zugeordnet; Barrieren: ???
Kommentar:
- Didaktische Gliederung: Wissensbasis, Wissensmanagement, Rahmenbedingungen
- INHALTLICHE DIMENSION: die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung der Wissensbasis mit Hilfe von diversen Instrumenten
- ZIEL: Elemente so definieren, dass die Komponenten logisch miteinander verknüpft werden bzw. Zusammenhang zwischen den Gestaltungsbereichen des Wissensmanagements (inhaltliche, vertikale, horizontale, ganzheitliche) herstellen
Beispiel: Newman/Conrad (s. Table 1)

