Vorschlag GfWM-Wissensmanagement-Modell Juergen Oldigs-Kerber
Aus GfWMwiki
Vorschlag kam per E-Mail:
Liebe KollegInnen, zwischenzeitlich konnte ich mir die Informationen an den verschiedenen Stellen ansehen und sehe die großartige Arbeit, die dahinter steht.
Lassen Sie mich ein paar Anmerkungen zum Thema 'Modelle' im WM machen. Modelle können einfach nur gemacht werden, um ganz pragmatisch hilfreich zu sein. So sind Landkarten Modelle unseres Umfeldes und es gibt sie für verschiedene Zielgruppen. Autofahrer haben andere Karten als Motorradfahrer, wiederum andere werden von Radfahrern und Wanderern verwandt. Sie sehen schon, ich möchte eine Lanze für die Praktiker brechen, die WM im Unternehmen auch an Manager weiter vermitteln, die wenig Zeit haben und konkrete Beispiele theoretischen Modellen vorziehen, also gerne pragmatische/konkrete Modelle sehen möchten. Ich habe die bisherigen Modelle in der MindMap gesehen (und persönlich schätze das Münchner Modell in seiner Kurzform sehr), vermisse aber einen pragmatischen Ansatz.
Ein Beispiel aus unserer Arbeit möge das verdeutlichen. Es orientiert sich an den Informationsquellen, um die herum sich WM Maßnahmen entwickeln lassen.
Ausgehend von dem Kernsatz, dass Wissen an den Menschen gebunden ist (und sich dort auch entwickelt!, was dann eine Überlappung mit PE erwarten lässt), haben wir zu einem pragmatischen Modell gefunden, dass sich letzten Endes aus dem Ansatz von North, Romhardt und Probst (2000; Wissensgemeinschaften - Keimzellen Lebendigen Wissensmanagements. io Management 7/8, 52-62) in Stufen zu seiner jetzigen Form herausgebildet hat. Es orientiert sich an den Informations- ("Wissenquellen") von KM und lässt sehr schön erkennen, auf welche Kernbereiche man sich im jeweiligen Unternehmen konzentrieren möchte. Ebenso wird leicht ersichtlich, dass Wissenschaftliche Bibliotheken mit modernen Textmining Systemen und Patentrecherchen (!) als Teil des WM im weiteren Sinne verstanden werden können. Ausführlicher beschrieben wurde das Modell zuletzt in einer Veröffentlichung der atp (Automatisierungstechnische Praxis Heft 1, 2007). Ein Auszug des Manuskriptes liegt im Anhang vor.
In der Darstellung wird von Perspektiven gesprochen. Letzten Endes handelt es sich natürlich wieder um ein Modell, aber nicht zu WM Prozessen, sondern eben zu den Informationsquellen von WM Ansätzen. Der Vorteil für die Praxis liegt darin, dass solche Quellen oftmals schon vorliegen, aber nicht optimal genutzt werden. WM Ansätze fördern nun die Optimierung der Gewinnung, Entwicklung, Anwendung etc ... von Wissen aus diesen Quellen.
Beste Grüße jok

