gfwm THEMEN 12 – Schwerpunkt „Gatekeeper“

Warum Gatekeeper? – Gatekeeper (Torwächter) sind das Bindeglied im Informationsnetzwerk zwischen Organisation und ihrer Umwelt. Sie unterstützen und steuern den Fluss von Information und Wissen nach innen und nach aussen. Und sie entscheiden im Rahmen ihrer Aufgaben und Kompetenzen, was zum Nutzen der Organisation passieren soll. Aufgaben und Verantwortungen der Gatekeeper bieten also interessante Ansätze, mit denen Informations- und WissensarbeiterInnen ihre eigene Rolle mit Blick auf künftige Entwicklungen schärfen können.

In dieser Ausgabe fragen wir entlang der fachlichen Beiträge unserer AutorInnen: WER ist Gatekeeper? Und welche spezifischen Aufgaben beschäftigen ihn bzw. sie?

AutorInnen und Redaktion wünschen Ihnen eine informative Entdeckungsreise.

Stefan Zillich
- Ansprechpartner und Redakteur
- Kontakt: stefan.zillich@gfwm.de

Inhalt

 

– Einordnung des Schwerpunktthemas // Seite 4
Gatekeeping und die WissensarbeiterInnen
von Stefan Zillich

Der Gatekeeper ist eine Rolle, die in unterschiedlichsten beruflichen Kontexten vertreten ist: denken Sie an Bibliothekare und Journalisten in Zeitungsverlagen. Doch auch AssistentInnen an Hochschulen und in Büros, PersonalleiterInnen und Webbeauftragte in Unternehmen entscheiden als Torwächter, welche Inhalte und Expertisen an die übrigen Mitglieder der Organisationen weiter gereicht werden – und welche nicht.

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– Netzwerke // Seite 6
Was treibt die Veränderungsbereitschaft in Organisationen?
von Friedrich Fuchs und Tabea Scheel

Friedrich Fuchs und Tabea Scheel stellen in ihrem Beitrag fest, dass nur ein geringer Prozentsatz geplanter Veränderungsvorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann. Häufige Ursache für das Scheitern: die Organisation ist noch nicht bereit anstehende Veränderungsprozesse. Die treibenden Faktoren Veränderung bilden ein dicht verwobenes Netzwerk, das mit den Werkzeugen der explorativen Netzwerkanalyse erklärt werden kann. Dabei ermöglichen Gatekeeper die Verbindungen zwischen Netzwerkteilen. Die gute Nachricht: Veränderungsbereitschaft kann durch die Organisation dahingehend erlernt werden, dass es von Mal zu Mal besser klappt!

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– Willkommens-Check // Seite 18
Das Projekt „Willkommen Standort Oberösterreich“
von Annette Hexelschneider

Gatekeeper und Gateway verbinden in der Telekommunikation Netze und so Informationen. Annette Hexelschneider erläutert in ihrem Beitrag, wie das Regionalmanagement Oberösterreich das Erfahrungswissen von Gemeinden für Gemeinden verbindet. Das Ergebnis ist ein Willkommens-Check, der den oberösterreichischen Gemeinden Handlungsoptionen und Handlungskompetenz für die Zukunft vermittelt 

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– Interview // Seite 24
Prof. Dr. Alexander Wöll, Präsident der Europa-Universität Viadrina  (Frankfurt Oder):
„Unser Erfolgsrezept: dem freien Geist keine Grenzen setzen und das Unkonventionelle denken“

Im Exklusiv-Interview mit Stefan Zillich berichtet Prof. Dr. Alexander Wöll über die Besonderheiten seiner Hochschule. Es geht u. a. um den gemeinsamen Umgang mit Information und Wissen zwischen unterschiedlichsten Kulturen und um hochinteressante Projekte mit Blick auf die internationale Ausrichtung der Hochschule. Im Gespräch ordnet er die Aktivitäten ein vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Politik, um schließlich einen interessanten Ausblick auf Pläne und Projekte an der Viadrina in diesem Jahr zu geben.

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– Information Risk Management // Seite 32
Too much Focus on Damage Prevention/Control currently
von Stefan Schwerd

Nowadays computer mediated communication (CMC) and the high volume of computed and stored information is getting a business on its own. Information is collected, aggregated, analysed and used to create real business advantage and value but also risks within companies and also outside on the markets in a high volume. On the other hand, single individuals still need to deal and interpret this sheer mass of increasing information continuously. This calls for a further developed quality check of all information used – a kind of “gate keeping” – as individuals are esp. in professional life not able themselves to investigate all information and sources used and prove validity individually.

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– Open Access Revisited // Seite 41
Die Debatte um die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens geht weiter
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on Elka Sloan

Wissenschaftliche Verlage beliefern die NutzerInnen mit Inhalten und üben dabei eine doppelte Gatekeeper-Funktion aus: 1.) Sie entscheiden, was überhaupt veröffentlicht wird, und 2.) sie regulieren über den Preis den Zugang zu den von ihnen veröffentlichten Materialien. Elka Sloan veranschaulicht die Diskussion über einen Stopp der Preisspirale in der wissenschaftlichen Literatur und sie stellt fest: Kompromisse oder gar neue, funktionierende Geschäftsmodelle sind nicht in Sicht.

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Verantw. Herausgeber: Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. www.gfwm.de