GfWM-Wissensmanagement-Modell
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Ziel und Zweck des Modells
Das GfWM Wissensmanagement-Modell soll nicht einfach nur "ein weiteres" Modell sein, sondern soweit als möglich auf bestehenden Standards aufbauen. (s. Anforderungen) Davon abgesehen, soll es aber vor allem "eine einfache - für Wissensmanagement-Laien leicht nachvollziehbare - Darstellung sein".
In der Version 1.0 wird das GfWM Wissensmanagement-Modell nur Basiselemente enthalten. Von allen Mitgliedern oder Interessenten können dann in 2008 Varianten des Modells erstellt und zur Diskussion gestellt werden. Das Fachteam Wissensmanagement wird diese Varianten bewerten und sukzessive in das GfWM Wissensmanagement-Modell integrieren. Hierbei handelt es sich um den gleichen Ansatz der Demokratisierung von Entwicklungsprozessen, der bei Open Source bzw. Open Content verwendet wird.
Versionen des GfWM-Modells
Version 1.0 (Draft)
Version 1.0
Komponenten des GfWM WM-Modells
Beschreibung der Komponenten des GfWM-Wissensmanagement-Modells
Anforderungen an das GfWM WM-Modell
Anforderungen an die Version 1.0
Hinweis: Die Anforderungen befinden sich noch im Aufbau, bis zum 01.06.2007 können weitere Anforderungen einfach ans Ende der Liste angehängt werden.
- Priorität 1
- Bezugsrahmen ist die Organisation (z.B. Unternehmen oder Hochschule, nicht Stadt, Region, Land etc.)
- Kompatibel mit dem ISO 9000:2000 Modell (s.a. revisions-to-iso-9001)
- Kompatibel mit dem Balanced Scorecard Modell
- Kompatibel mit dem Strukturmodell der Wissensbilanz made in Germany
- Kompatibel mit dem EFQM-Modell (Business-Excellence)
- Kompatibel mit "Wissen managen" (Probst, Raub, Romhardt)
- Kompatibel mit der GfWM Wissenslandkarte
- Grafisches Modell in Form einer Concept Map verfügbar (evtl. weniger formale ("hübsche") Version und eine formalere)
- In deutsch verfügbar
- Priorität 2
- Kompatibel mit dem Modell der GPM
- Orientierung an dem Modell des European Guide to Good Practice in Knowledge Management
- Kompatibel mit dem St. Galler Management Modell
- Kompatibel zum BITKOM Wissensmanagement Modell
- In englisch verfügbar
- Priorität 3
- Kompatibel mit anderen ICR-Modellen (Welchen?)
- Kompatibel zu wichtigen Modellen aus dem KM Framework Wiki (Aufgabe: Auswahl erstellen)
- In weiteren Sprachen verfügbar
- Noch nicht priorisiert
- Kompatibel zu "Systemisches Wissensmanagement" (Willke)
- Modell ist zunächst ein Strukturmodell (kann später um ein Vorgehensmodell ergänzt werden)
- Textuelle Dokumentation verfügbar
- Veröffentlicht unter Creative Commons Lizenz (Welche? Wer darf kommerziell nutzen?)
- Eine Vorlage besteht, modell-kompatible Fallstudien erstellt werden können
- Mensch kommt explizit als Konzept vor
- Klar herausstellen, warum GfWM ein eigenes Modell macht
- ...
Feedback: Anforderungen an die Version 1.0
Jürgen Oldigs-Kerber
Feedback "Wissensbasis" Änderung des Begriffes 'Infrastruktur' in der Wissensbasis --Juergen.oldigs 11:21, 7. Apr. 2008 (CEST)
Nachdem ich mir noch einmal die schönen Vorträge angesehen habe, ergibt sich für mich doch ein Klärungsbedarf zur Wissensbasis. Gegenwärtig haben wir drei Elemente: Menschen, Infrastruktur und Inhalte.
Das Element Menschen als Wissensbasis schein mir klar, z.B. als mögliche Informationsquelle und wahrscheinlich sogar die originäre. Ansätze des WM passen hier gut rein wie z.B. Personenfinder, Debriefing etc, aber auch generelle Ansätze wie individuelles WM.
Das Element Inhalte als Wissensbasis scheint mir auch klar, wie die genannten WebLogs, und auch Dokumente jeder Art (z.B. Literaturdokumente, Patentdokumente, die auch für den Schutz des Wissens wichtig werden können). Wichtig scheint mir bei dieser Wissensbasis zu sein, dass die Inhalte vorliegen sobald das Dokument vorliegt. Bei dem Wissensbasiselement 'Menschen' war das ja nicht der Fall. Mit der Identifikation des Wissensträgers liegt noch nicht die Information vor (und deshalb auch das Bemühen um den Informationsaustausch).
Nun zum Element Infrastruktur als Wissensbasis. Mit dem Verständnis habe ich Probleme. Das Wiki als Beispiel ist für mich nur eine Methode, die als leeres Element keine Wissensbasis darstellt. Enhält eine Wiki Inhalte ist es zugleich ein elektronisches Dokument und könnte zum Element 'Inhalt' gezählt werden. Ein anderes Beispiel wäre der berühmte Kaffeeautomat, um den herum soviel Austausch stattfindet,dass er immer wieder zitiert wird. Zeifelsohne kann man ihn auch zur Infrastruktur zählen, aber stellt er deshalb auch eine Wissensbasis dar? Dann bräuchte man ja nur die Anzahl der Kaffeeautomaten zu erhöhen.
Zurück zum Wiki. Ich denke, was das Wiki tut, wenn es zur Anwendung gelangt, ist, soziale (organisationale) Interaktion abzubilden. Und diese organisational Interaktion kann sehr wohl die Basis von Wissen sein. Ja, in der Tat kann dabei sogar Wissen generiert und nicht nur Information ausgetauscht werden.
Die Interaktion ist auch das, was am Kaffeeautomaten passiert und im WM gefördert werden soll. Speziell dann, wenn die Mitarbeiter an verschiedenen Standorten tätig sind, der Kaffeeautomat einen Austausch nicht mehr fördern kann und nun die Suche nach Alternativen beginnt, um die Interaktion trotz der räumlichen Trennung abzubilden: Knowledge Cafe oder Wiki dann doch?
Kurz ich plädiere für einen anderen Begriff beim Element 'Infrastruktur' und schlage Organisationale Interaktion als Element der Wissensbasis vor. Hier passt der Kaffeeautomat zur Förderung des Austausches dann ebenso herein wie ein Wiki zur elektronischen Abbildung der Interaktion.
Beste Grüße jo
- [Boris Jäger] Vielleicht sollte man die Elemente der Wissensbasis einfach durch die IC-Elemente des Strukturmodells der Wissensbilanz made in Germany ersetzten - die sind ja ähnlich (Human-, Struktur, Beziehungskapital)!? Würde auch mehr Kompatibilität schaffen!
GVO
- [GVO] Ketzerische Anmerkung: Bei soviel Kompatibilität, wo bleibt die Originalität?
- [Boris Jäger] Vielleicht liegt gerade darin die Originalität, Kompatibilität herzustellen - zumindest mit den Prinzipien der hier erwähnten Modelle.
Boris Jäger
zu Priorität 1
- Bezugsrahmen ist die Organisation (z.B. Unternehmen oder Hochschule, nicht Stadt, Region, Land etc.)
- Bezugsrahmen sollte die Organisation und Ihr Umsystem sein (Integration von div. Anspruchsgruppen/Beteiligten Lieferanten (SCM), Kunden (CRM) und Netzwerke)
- Kompatibel mit dem Balanced Scorecard Modell bzw. dem Strukturmodell der Wissensbilanz made in Germany
- Empfehlenswerte Lektüre: Kaps, G.: Erfolgsmessung im Wissensmanagement unter Anwendung von Balanced Scorecards. (PDF, 1.3 MB) Fachhochschule Stuttgart 2001 (Arbeitspapiere Wissensmanagement 2/2001).
- BSC und WB zusammen: Balanced Scorecard und Wissensbilanz mit Map4OnePage dargestellt, Wissensbilanz-Blog, Freitag, 27. April 2007
- Kompatibel mit "Wissen managen" (Probst, Raub, Romhardt)
- Warum denn nur immer Probst et al!?
- Kompatibel mit der GfWM Wissenslandkarte
- s. mein Vorschlag zur WLK
zu Priorität 2
- Kompatibel mit dem Modell der GPM
- Widerspricht das nicht der Tatsache, dass WM eine kontinuierliche Aufgabe ist? Ein Projekt hat einen Anfang und ein Ende!
- Orientierung an dem Modell des European Guide to Good Practice in Knowledge Management
- Man könnte auch den EKMF Framework (PDF, 848 KB) heranziehen, der hat wenigstens einen Hauch vom EFQM-Modell
- Kompatibel mit dem St. Galler Management Modell
- Kompatibel mit dem alten (Bleicher) oder dem neuen St. Gallener Management-Modell (Link)
zu Noch nicht priorisiert
- Kompatibel zu "Systemisches Wissensmanagement" (Willke)
- s. mein Vorschlag zum WM-Modell. Ist zwar nicht Willke, aber systemisch
- Modell ist zunächst ein Strukturmodell (kann später um ein Vorgehensmodell ergänzt werden)
- Das Struktur- und Vorgehensmodell sollten in ein Modell integriert werden
- Klar herausstellen, warum GfWM ein eigenes Modell macht
- Das frage ich mich auch. Der Kompatibilität wegen? Die ist dann auch für mich ein wenig zu viel des Guten. Mein Bestreben ist es zwar auch ein neues WM-Modell zu entwickeln, das aber auf einer empirischen Analyse der von mir im KM Frameworks Wiki zusammengetragenen Modelle basieren wird. Ich glaube nur so kann man die Entwicklung eines neuen WM-Modells rechtfertigen. Auf der anderen Seite, wenn das Modell flexibel ist und man so wenig wie mögl. Vorgaben macht und nur Möglichkeiten aufzeigt, kann jeder sein eigenes WM-Modell individuell und kontextbezogen, nach dem Baukasten-Prinzip, zusammenschustern. Vielleicht im Rahmen von Action Learning Workshops. Ein solches Modell wäre auch für Unternehensberater, die solche Workshops anbieten, interessant.
Simon Dückert
Kommentar zu Wissensbilanzierung: Das GfWM-Modell?, GfWM-blog, November 13th, 2007.
- "... ein GfWM-Wissensmanagement-Modell, das mit dem Strukturmodell der Wissensbilanz made in Österreich (und damit automatisch auch der WB made in Germany) kompatibel sein soll."
- [Boris Jäger] Priorität 1 ist doch Kompatibilität mit der WB made in Germany. Es gibt doch Unterschiede zwischen den beiden (Struktur-)Modellen.
- [Dieter Brinker] "Beide Modelle orientieren sich am "Standard-Wissensbilanzmodell" der Austrian Research Centers nach Schneider und Koch. Neben den Gemeinsamkeiten gibt es aber insbesondere im Strukturmodell und der Vorgensweise auch Unterschiede. Ich habe die Aspekte in einer Mindmap (PDF) zusammengefasst ..."
Feedback zu Version 1.0
- weiterbildungsblog.de
- XING-Gruppe Knowledge Management
- wissensmanagement online
- Diskussion auf der Kategorie-Seite "GfWM-Wissensmanagement-Modell"
Feedback von Veranstaltungen
Präsentation des Modells auf Veranstaltungen
Liste mit Veranstaltungen, auf der das GfWM-Wissensmanagement-Modell vorgestellt wurde/wird. Der "Externe Link" führt zur jeweiligen Seite der Veranstaltung, auf der "Wiki-Seite" wird die Veranstaltung archiviert. Dort können Teilnehmer auch Ihr Feedback hinterlassen.
KnowTech (10/2008)
GfWM-Stammtisch Berlin (09/2008)
- Externer Link
- Wiki-Seite
GfWM-Stammtisch Rheinland (07/2008)
GfWM-Stammtisch München (06/2008)
- Externer Link
- Wiki-Seite
DGQ-Regionalkreis Nürnberg (05/2008)
GfWM-Stammtisch Stuttgart (03/2008)
- Externer Link
- Wiki-Seite
CeBIT Forum BI-EII (03/2008)
GfWM-Stammtisch Ruhrgebiet (02/2008)
PWM Community-Treffen (01/2008)
GfWM-Stammtisch Mittelfranken (12/2007)
AKWM WM-Symposium (10/2007)
Vorschläge für ein GfWM WM-Modell
- von Hans-Wiegand Binzer
- von Eberhard Weyer
- von Ulrich Schmidt
- von Anja Flicker
- von Simon Dückert (Systemisches Modell mit Ankopplung an bestehende Management-Systeme)
- von Boris Jäger (Systemischer WM-Ansatz)
- von Ina Finke (Fraunhofer IPK Referenzmodell adaptiert)
- von Josef Hofer-Alfeis (kompatibilität mit der BITKOM WM-Prozess-Systematik)
- von Juergen Oldigs-Kerber (Modell zu den Informationsquellen von WM Ansätzen)

