gfwm newsletter 2/2019

April 2019: Aktuelles zur GfWM-Mitgliederversammlung – gfwm newsletter 1 Jahr im neuen Format: Rückblick + Ausblick – GfWM bei FTVI und FTRI 2019 in Münster – Interview: „Frau Erlach, wie steht’s mit dem Storytelling im virtuellen Raum?“ – GfWM regional – Studie: Lagebild zur Digitalen Gesellschaft 2019 – Neue Fachliteratur – aktuelle Termine 2019 – …

0NL219 Titel

Ausgabe 2 / 2019 März + April 16. Jahrgang, Nr. 90 ISSN 1864-2098


Übersicht Ausgabe 2 / 2019

Ein Jahr gfwm newsletter im neuen Format. Wir danken für Ihr Interesse und Ihr Feedback!

EDITORIAL
- von Hans-Georg Schnauffer

AKTIVITÄTEN DER GfWM
- GfWM Mitgliederversammlung 2019
- GfWM bei FTVI und FTRI 2019 in Münster

GfWM REGIONAL
- HauptstadtRegionD Knowledge Management in Brazilian Organization

AUS DEM NETZWERK
- Studie: Lagebild zur Digitalen Gesellschaft 2019
- Fachliteratur

INTERVIEW
- "Frau Erlach, wie steht’s mit dem Storytelling im virtuellen Raum?"

TERMINE

SERVICE

IMPRESSUM


1NL219 Intro

Ein Jahr gfwm newsletter im neuen Format. Wir danken für Ihr Interesse und Ihr Feedback! – Seit Mai 2018 erhalten Sie den gfwm newsletter direkt auf Ihr Smartphone und Tablet. In dieser 90. Ausgabe des Newsletters (gestartet 2004) also der perfekte Zeitpunkt für einen Rückblick und einen kurzen Ausblick auf die Redaktionsarbeit für die GfWM und 780 AbonnentInnen:

  • Redaktion und AutorInnen haben alle zwei Monate in 6 aktuellen Ausgaben Informationen rund um die GfWM recherchiert und zusammen gestellt;
  • in informativen Beiträgen wurde über Aktivitäten des Vereins und die Beteiligten berichtet;
  • aus den Regionen konnten Sie Neuigkeiten und Ideen erfahren,
  • laufend ergänzt durch Informationen aus dem Netzwerk und durch aktuelle Veranstaltungshinweise;
  • Inhalte und Formate des Newsletters wurden kontinuierlich weiterentwickelt;
  • seit Herbst 2018 lesen Sie im neuen Kurzinterview „Wie steht’s mit …?“ die persönlichen Einschätzungen von ExpertInnen zu Besonderheiten ihrer Tätigkeitsbereiche.

1JahrNLneuesFormatFür die kommenden 6 Ausgaben des gfwm newsletters planen Redaktion und AutorInnen die pünktlichen und zuverlässigen Redaktionsprozesse fortzuführen. Inhalte und Formate werden weiterentwickelt. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Die nächste Ausgabe erhalten Sie übrigens schon im Juni.

An dieser Stelle auch der Hinweis auf die aktuelle Ausgabe gfwm THEMEN mit dem Schwerpunkt „Fehler – Makel oder Mehrwert?“. Blättern und lesen Sie in den exklusiven Beiträgen von ExpertInnen unterschiedlicher Disziplinen, darunter der Künstler Bodo Rott über absichtliche Fehler sowie Leif Edvinsson und Günther Szogs mit ihren Ideen zum Stichwort „Haltungsfehler“ http://www.gfwm.de/gfwm-themen-14-fehler/

Sie haben Vorschläge, Feedback oder Wünsche zu Inhalten? Wir freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

AutorInnen und Redaktion wünschen Ihnen nun eine informative Lektüre.

Stefan Zillich
- Ihr Redakteur und Ansprechpartner
- stefan.zillich@gfwm.de

Informationen und alle Beiträge und Ausgaben finden Sie jederzeit hier www.gfwm.de/interaktiv/newsletter-themen/


EDITORIAL

Liebe Mitglieder der Gesellschaft für Wissensmanagement,
liebe Leserin, lieber Leser,

wahrscheinlich gab es noch nie derart dynamische Veränderungen des Umfeldes vom Wissensmanagement wie heute. Die Treiber sind vielfältig und reichen von gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie der DSGVO, über neue Normen, wie der ISO 30401, bis hin zur Künstlichen Intelligenz – die jüngst als Leitthema des diesjährigen Wissenschaftsjahres ausgerufen wurde.

Die Implikationen sind mannigfaltig. Kein Wissensmanager kann in dieser Komplexität alle Entwicklungen gleichermaßen verfolgen. Wer den Überblick behalt will, wird sich dieses Wissen heute mehr denn je über sein Netzwerk erschließen.

Ganz ähnlich ist die Situation für die Gesellschaft für Wissensmanagement als Ganzes: Auch mit unseren zwischenzeitlich über 400 Mitgliedern sind wir letztlich ein Akteur unter vielen. Zahlreiche Entwicklungen, die für den professionellen Umgang mit Wissen von Relevanz sind, werden von anderen Akteuren jenseits der GfWM vorangetrieben.

Kooperationen sind für unsere GfWM daher ein Schlüsselfaktor, um systemrelevante Entwicklungen für das Wissensmanagement aktiv mitgestalten zu können. Die GfWM hat in den letzten Jahren einige wichtige Partnerschaften etabliert. Sei es im Kontext von eigenen Veranstaltungen, wie dem KnowledgeCamp oder diversen Regionalgruppen-Treffen. Oder auch im Kontext von Veranstaltungen unserer Partner, wie z.B. der Semantics, den Wima-Tagen oder der unvergessenen KnowTech.

Auch auf fachlich-inhaltlicher Ebene haben uns Kooperationen vorangebracht, beispielsweise in Form gemeinsamer Studien, Leitfäden oder Impulspapiere. In allen Fällen verhelfen uns Kooperationen zu neuen Perspektiven und damit letztlich zu Ergebnissen, die auch über das Wissensmanagement hinaus anschlussfähig sind.

Als Zwischenfazit können wir ziehen, dass wir als Gesellschaft für Wissensmanagement einerseits ein wertgeschätzter Partner sind, andererseits aber das volle Potenzial der Kooperationsbeziehungen noch nicht ausschöpfen.

Das mag viele Aspekte betreffen, insbesondere aber den der nachhaltigen Zusammenarbeit an konkreten Themen. Wie bei vielen anderen Themen gilt auch bei Kooperationen: Die Initialisierung ist einfach, sie mit Leben zu füllen und sie am Leben zu halten, bedeutet viel Arbeit und Vorleistung. Natürlich haben Kooperationen aktive und weniger aktive Phasen. Aber der Gewinn wächst mit dem Invest. Wie schwer das ist, wissen einige Mitglieder aus eigener Erfahrung: Der gemeinsamen Idee folgt das gemeinsame Projekt – oft genug on top zu allen anderen Aufgaben.

Umso mehr verdankt die Gesellschaft für Wissensmanagement all jenen viel, die in den bisherigen Kooperationen die Kondition bewiesen haben, die initialen Ideen in konkrete Früchte zu überführen, die wir als GfWM ernten konnten. Wer einen Blick auf die Webseite wirft, findet unter „Partner“ eine Liste derer, die für eine Kooperation seitens der GfWM stehen.

Neue Kooperationen sind herzlich willkommen: Wer selbst einen guten Kontakt zu einer interessanten Organisation hat, die thematisch zur GfWM passt und bereit ist, mit konkrete Aktivitäten eine Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen, kann sich gerne bei uns im Vorstand melden. Wir unterstützen nach Kräften. Und das werden dann sicher auch andere Mitglieder tun. Wir freuen uns über Ihre / Deine Idee.

Die nächste Mitgliederversammlung bietet dazu eine hervorragende Gelegenheit. Daher auch hier noch mal der Hinweis: Sie findet am 10. Mai in Frankfurt statt. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und die Möglichkeit entlang dieser Ideen mit Ihnen / Euch ins Gespräch zu kommen.

Hans-Georg Schnauffer und der gesamte Vorstand

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AKTIVITÄTEN DER GfWM

GfWM Mitgliederversammlung 2019

von Ute John3MV Ffm 19

Am 10. und 11. Mai 2019 treffen sich Mitglieder der GfWM und andere Interessierte in Frankfurt am Main, um an der Weichenstellung der GfWM zu arbeiten und zur jährlichen Mitgliederversammlung.

Vorab die Übersicht, was Sie erwartet:

Freitag, 10.5.2019
10:00 – 13:00 GfWM Community Day 2019 für alle Interessierten
14:00 – 17:00 GfWM Mitgliederversammlung für GfWM-Mitglieder (+Beirat)
ab 18:00 Abendessen und Networking  für GfWM-Mitglieder (+Beirat)

Samstag, 11.5.2019    
09:30 – 12:00 Dokumentation von GfWM Meetups mit multimedialen Bordmitteln für alle Interessierten
12:30 – 17:00 Jahrestreffen der Regionalkoordinator*innen für GfWM-Regionalkoordinator*innen + Interessierte

Wir laden Sie sehr herzlich ein, mit uns gemeinsam am Freitag, 10. Mai 10.00 - 13.00 Uhr über Status und Zukunft der GfWM, Ihre Motivation bzw. Ihre Erwartungen, bei der GfWM aktiv mitzugestalten, und mögliche Partnerschaften sowie die Vereinsarbeit an sich zu diskutieren:

Teil 1 - Mitgliederperspektive: Welche Themen / Inhalte / Fragen im Thema WM treiben die Mitglieder der GfWM aktuell? Wo sind die Stärken? Welche Potentiale lassen sich (ohne Imperative "jemand (nicht ich!) sollte") aktivieren?

Teil 2 - Organisationsperspektive: Wie gut unterstützen die bestehenden Vereinsstrukturen (Regionalgruppen, Fachgruppen, Projektgruppen, ...) und die Technologien (Website / Zoom / Office 365 / diverse Kommunikationskanäle) die Vereinsarbeit und die Vereinsziele? Wie können Potentiale realisiert werden?

Teil 3 - Wie ist der Status der Partnerschaften und Beziehungen - was bringen sie dem Verein, den Partnern und den Mitgliedern, die sich darum bemühen? Wie sieht ein "gesundes" (nachhaltiges) Verhältnis von Geben und Nehmen aus? Lessons Learned und ihre Anwendung

Anschließend, um 14:00 Uhr startet die vereinsinterne Mitgliederversammlung, an der Mitglieder erstmals auch online teilnehmen können.

Am Samstag, 11. Mai von 09:30 bis 12:00 Uhr findet ein Workshop mit unserem Mitglied Simon Dückert unter dem Titel „Dokumentation von GfWM Meetups mit multimedialen Bordmitteln“ statt. Ziel dabei ist es, auszuprobieren und zu lernen, wie man eine Aufzeichnung von diversen Veranstaltungen der GfWM ganz einfach selbst durchführen kann.

Im Anschluss (ab 12.30 Uhr) kommen die Regionalkoordinatorinnen und -koordinatoren zu ihrem jährlichen Treffen zusammen. Sofern Sie Interesse an der Übernahme einer damit verbundenen Aufgabe haben, sind Sie sehr gerne zur Teilnahme eingeladen.

Melden Sie sich an bis spätestens 05. Mai 2019 unter
http://www.gfwm.de/gfwm-community-day-mv-2019-av-workshop/
oder in XING: https://www.xing.com/events/2083834.

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AKTIVITÄTEN DER GfWM

GfWM bei FTVI und FTRI 2019 in Münster

von Tanja Krins
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Inzwischen ist es bereits eine kleine Tradition, dass Mitglieder der Gesellschaft für Wissensmanagement aktiv im Programmkomitee der gemeinsamen Fachtagungen Verwaltungsinformatik und Rechtsinformatik aktiv mitwirken. So war die GfWM e. V. auch in diesem Jahr bei der FTVI & FTRI 2019 vertreten, die diesmal an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster am 6. und 7. März 2019 stattfand.

Der interdisziplinäre Charakter der Fachtagungen, die sich bewusst an Wissenschaft und Praxis richten, wurde im Tagungsprogramm mit zahlreichen Vorträgen aus der DACH-Region deutlich. Die Keynote von Hans-Henning Lühr, langjähriger Staatsrat im Finanzressort der Hansestadt Bremen, am zweiten Tagungstag und die darauf Bezug nehmende Fishbowl verdeutlichten dies eindrucksvoll.

Ausgehend von einer einführenden Darstellung der bereits organisatorisch sehr verteilten Digitalisierungsgremien und Aktivitäten auf Bundesebene spannte Lühr in seinem Beitrag einen breiten Bogen von der politisch gewünschten raschen Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) mit den dazu erforderlichen Gesetzesänderungen über die Einbeziehung der Kommunen bis hin zur erforderlichen Qualifizierung im Rahmen von Digitalisierung. Hier ergaben sich viele Anknüpfungspunkte zu den Aktivitäten der GfWM in ihren Fachgruppen. In diesen haben sich die Akteure aus unterschiedlichen Blickwinkeln bereits mit den grundlegenden Fragen befasst, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten wir in der digitalen Arbeitswelt benötigen, welche Kompetenzen (in Ausbildung und Studium) vermittelt werden sollten und welche in Fort- und Weiterbildung entwickelt werden können.

Lühr betonte in seiner Keynote neben der notwendigen Bachelor- und Masterausbildung (u. a. über eine Stiftungsprofessur) insbesondere die erforderliche begleitende Qualifizierung (z. B. die Vermittlung von Medienkompetenz in der kommunalen Sozialarbeit) als vordringliche Aufgabe, die Staat und Verwaltung zusammen mit Wissenschaft und Gewerkschaften gemeinsam angehen sollten. Statt externe Beratung forderte er die primäre Interaktion der Verwaltung mit der Wissenschaft: so plädierte er für die Einrichtung von Graduiertenkollegs, um junge Wissenschaftler als Innovatoren zu gewinnen.

Ein weiterer Schwerpunkt seines Impulses lag auf der Einbeziehung der gesellschaftlichen Ebene. Lühr stellte – wie bereits auf der gleichnamigen Tagung im Februar 2019 die Frage nach einem neuen Verständnis von Staat und Gesellschaft. Brauchen wir eine neue Staatskunst? Wie fördert der Staat Digitalisierung, welche Orientierung bietet er? Diskussion ethischer Fragen? Welche Formen der sozialen Teilhabe wollen wir (Users First)? Wie gestalten (oder sichern) wir die Digitale Souveränität? Fragen, die wir bereits seit längerem in der GWM diskutieren. Lühr mahnte vor allem an, dass Wissenschaft und Praxis dringend mehr Zeit auf diese Fragen verwenden sollten, um ihre Prozesse entsprechend zu gestalten - statt sich in der Diskussion um die technische Ausgestaltung zu verlieren.

Der diesjährige Fachkongress des IT-Planungsrates, der unter Vorsitz von Hans-Henning Lühr wenige Tage später in Lübeck stattfand, bot dann die Gelegenheit, die aufgeworfenen Fragen intensiver zu erörtern und Lösungsansätze zu skizzieren.

Auch in der GfWM wollen wir 2019  diese Fragen inhaltlich aufgreifen und in der Fachgruppe „Digitale Transformationsprozesse“ mit Blick auf die erforderliche oft zitierte mentale Transformation genauer betrachten. Wer sich aktiv einbringen möchte, ist herzlich willkommen! (Tanja.krins@gfwm.de)

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GfWM REGIONAL

HauptstadtRegion D: Knowledge Management in Brazilian Organization

von Fábio Ferreira Batista & Peter Heisig5RegBerlin

"Knowledge management must be aligned with the strategic objectives of the organisation and should be aimed at improving the organisational performance, whether they are efficiency improvements or improving the service provided to citizens by public organisations. Only then will knowledge management gain the necessary attention and acceptance in organizations in the long term," is the conclusion of Prof. Fábio Ferreira Batista from Brasília (Brazil), who reported on his experiences with knowledge management in Brazil on 5 March 2019 at the regional group of the GfWM (Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.) at the Fraunhofer Institute in Berlin.

Prof. Batista was invited by Prof. Peter Heisig of the Department of Information Sciences at the University of Applied Sciences Potsdam (FHP) and presented the results of a recent survey by the Brazilian Society for Knowledge Management (SBGC) in 2018. The sharing of best practices, i.e. very good solutions as well as the securing of experience of departing employees, are the current drivers of Knowledge Management Programs in public and private sector organizations in Brazil.

Thus the current challenges hardly differ from those in Germany, says Ms Ute John, President of the German Association for Knowledge Management (GfWM).

Prof. Batista illustrated the practical benefits of the Knowledge Management implementation with an example from the National Civil Aviation Authority of Brazil (Agencia Nacional de Aviação Civil - ANAC), which he had supervised. In a pilot project, the lead time for issuing an aircraft certificate was reduced from an average of 40 days to 2.5 days. This improvement has been achieved through mentoring and coaching of younger employees by two longtime experience carriers, codification of the implicit process knowledge of these experience carriers through process descriptions and checklists as well as knowledge of the correct interpretation of international regulations during the first year. The ANAC example was also recognized as a worldwide best practice example with the Knowledge Management and Intellectual Capital Excellence Award at the ECKM Conference 2016 in Belfast (NI).

The experts and the participants of this exchange meeting finally agreed that "Knowledge management can benefit private and public sector organisations if it is strategically integrated, systematically approached and sustainably supported by managers and employees.

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6 Fördermitglieder

1 Donau Uni Krems 2 Fraport3 HS Hannover


AUS DEM NETZWERK

Studie: Lagebild zur Digitalen Gesellschaft 2019

D21Die Studie „D21-Digital-Index“ bietet ein jährliches Lagebild zum Digitalisierungsgrad der Gesellschaft in Deutschland. In der aktuellen Version der Studie wird neben dem Digitalisierungsgrads der Bevölkerung auch die Diversität der Digitalen Gesellschaft mit Blick auf Unterschiede urbaner und ländlicher Regionen betrachtet. Außerdem untersucht die Studie die Akzeptanz und Nutzung von digitalen Gesundheitsanwendungen („E-Health“) und Smart-Home-Anwendungen. Weiterhin fragt die Studie den aktuellen Stand des digitalen Arbeitens in der Gesellschaft ab.
Die Studie wird als kostenfreier Download angeboten https://initiatived21.de/publikationen/d21-digital-index-2018-2019/

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AUS DEM NETZWERK

Fachliteratur

 

7 StHauff-Hartig TitelStefan Hauff-Hartig: Fehl-, Falsch- und Desinformation aus dem Blickwinkel der Informationswissenschaften. Simon Verlag, Berlin 2018, 79 Seiten, ISBN 938-3-945610-48-0
Lassen sich Manipulationen im Internet durch informationswissenschaftliche Methoden identifizieren? Fehl und Falschinformationen lassen sich nur im Kontext erkennen. Desto wichtiger ist es, Informationskompetenz zum Umgang mit Informationen aus dem Netz Fähigkeiten zu vermitteln, Falsch und Fehlinformationen zu erkennen. Die Auseinandersetzung mit Desinformation ist auch ein Aufgabengebiet der Informationswissenschaften. Ziel der vorliegenden Arbeit soll die Beantwortung der Forschungsfrage sein, ob sich Manipulationen im Internet durch informationswissenschaftliche Methoden identifizieren lassen.

 

7 Jaster TitelRomy Jaster, David Lanius: Die Wahrheit schafft sich ab: Wie Fake News Politik machen. [Was bedeutet das alles?], Reclams Universal-Bibliothek, Feb 2019, 127 Seiten, ISBN-10: 3150196086
Warum gibt es Fake News? Und warum verbreiten sie sich so erfolgreich? Weil der Mensch nicht so rational ist, wie er gerne denkt. Denn Fake News gibt es schon, solange es Nachrichten gibt. Neu ist nur ihr Ausmaß. Und das hat mit der Funktionslogik sozialer Netzwerke zu tun. Inhalte werden geteilt, weil man zu einer Gruppe gehören möchte, oder weil sie zu dem passen, was man ohnehin schon glaubt. Die Autoren des Bandes bieten eine umfassende Analyse der Erfolgsgeschichte von Fake News sowie Lösungsmöglichkeiten an, wie wir ihrem Einfluss wieder entkommen können.


 

Interview

Frau Erlach, wie steht’s mit dem Storytelling im virtuellen Raum?

Das Kurzinterview mit ExpertInnen und PraktikerInnen aus der GfWM und aus dem Umfeld des Vereins.

8 ChristineErlachChristine Erlach ist Diplom-Psychologin und beschäftigte sich bereits in den 90ern als Dozentin an der LMU München mit dem Potential von Storytelling im Wissensmanagement. Sie spezialisierte sich in den vergangenen 20 Jahren auf den Einsatz von narrativen Methoden in Organisationen, um Wissensschätze von Experten und Projektteams zu heben und um verborgene Werte und Haltungen in Transformationsprozessen aufzudecken. Sie ist Autorin zahlreicher Fachartikel rund um Storytelling, narrative Organisationsberaterin in ihrem Unternehmen NARRATA Consult und leitet an der Hochschule der Medien in Stuttgart (hdm) Fortbildungen zum narrativen Management.

Frau Erlach, was läuft gerade gut beim Storytelling im virtuellen Raum?
Vergangenen Montag gab ich ein Webinar zum Storytelling und stellte den Teilnehmenden eine narrative Methode vor, die Erfahrungswissen von Experten und Projektteams ganz einfach dingfest machen kann. Die narrative Methode heißt Ereigniskurve und arbeitet mit dem Effekt, dass man emotional bedeutsame Erlebnisse besser erinnert. So kann die Ereigniskurve „Critical Incidents“ heben, Hot Spots in der Erfahrungswelt der Wissensträger, in denen sie wertvolle positive wie negative Erfahrungen sammelten.
Doch die Diskussion im Webinar verunsicherte mich: denn die Teilnehmenden waren zwar begeistert von dieser einfachen Methode, aber sie wollten sie im virtuellen Raum, etwa im E-Learning einsetzen! Wie soll das gehen, eine durch und durch synchrone und face-to-face-Sache wie es für mich die Arbeit mit Geschichten ist, soll asynchron und über den Bildschirm funktionieren?

Was gefällt Ihnen weniger gut?
Stößt hier das narrative Arbeiten in Unternehmen an seine Grenzen? Ich erlebe mehr und mehr Situationen in vor allem größeren Unternehmen, in denen Workshop-Formate und Train-The-Trainer-Konzepte für den virtuellen Raum angefragt werden, die nicht mehr live durchgeführt werden, sondern die man per Anleitungs-Text nachmachen können soll. Wie soll Lernen und Verstehen funktionieren können, wenn ein zentraler Moment nicht mehr vorhanden ist? Dieser zentrale Moment im narrativen Arbeiten ist für mich, eine Lern-ERFAHRUNG machen zu können. Eine Erfahrung, die ein Teilnehmer, der später selbst Trainer sein soll, im Dialog mit anderen Menschen,  in Erzähl-Situationen, in Dialog- und Reflektionsräumen macht?
Hier sehe ich jede Menge Hürden und Herausforderungen, die Stärken der narrativen Methoden in die digitale Welt hinüberzutragen.

Und bei Ihnen selbst?
Fürs Erste begegne ich dieser neuen Aufgabe mit zwei Maßnahmen: ich bilde an der hdm zusammen mit Michael Müller zum narrativen Organisationsberater aus – je mehr das narrative Arbeiten als Haltung und Methodenkoffer in Unternehmen fest installiert ist, desto besser wird auch die Transformation in die Digitale Welt gelingen. Zum Anderen werde ich gemeinsam mit dem E-Learning-Anbieter vitero brainstormen, wie digitale Storytelling-Formate aussehen könnten und wie man narrative Methoden wie die Ereigniskurve im virtuellen Raum nutzen kann.

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8 GKC Logo MUC

wird gefördert von

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TERMINE

TermineECIR 2019 — European Conference on Information Retrieval
14. - 18. April 2019, Köln
The European Conference on Information Retrieval is the prime European forum for the presentation of original research in the field of Information Retrieval.
http://ecir2019.org/

Information Science Trends: Search Engines and Information Retrieval
– by European Chapter of the Association for Information Science and Technology
26. April 2019, Hamburg University of Applied Sciences
The free event focuses on Search Engines and Information Retrieval. Confirmed speakers include Prof. Olof Sundin (Lund University, Sweden), Tom Alby (data scientist at Euler Hermes, Germany) and Prof. Dirk Lewandowski (Hamburg University of Applied Sciences, Germany).
https://www.eventbrite.de/e/information-science-trends-search-engines-and-information-retrieval-tickets-58978348829

Interdisziplinäre Tagung „Verantwortung in digitalen Kulturen – Privatheit im Geflecht von Medien, Recht und Gesellschaft“
09. - 11. Mai 2019, Universität Passau
Die Tagung möchte eine wissenschaftliche Diskussion zu Verantwortungen und Folgenabschätzungen angesichts digitaler Umwälzungen anregen, auch unter dem Aspekt eines nachhaltigen Schutzes von Privatheit für zukünftige Generationen. Dabei soll sich den hier aufgerufenen Problemstellungen interdisziplinär genähert werden, wobei einerseits geistes-, kultur-, sozial- und medienwissenschaftliche Betrachtungsweisen und andererseits rechtswissenschaftliche Perspektiven im Fokus stehen.
http://www.privatheit.uni-passau.de/veranstaltungen/

Conference on Learning Information Literacy across the Globe
10. Mai 2019, Frankfurt M. D
The ILO Conference on Learning Information Literacy across the Globe is brought to you by the ILO Erasmus. The conference will cover the following topics: Information literacy (IL) as a learning process – Digital learning resources for IL (e.g. MOOCs, scenarios, OERs) – Cultural diversity of information literacy – Information-literacy in connection to other literacy concepts – Comparative studies of curricula with an IL lens
https://informationliteracy.eu/conference/

GfWM-Mitgliederversammlung und Rahmenprogramm 2019
10. – 11. Mai 2019, Raum Frankfurt/Main
Die Mitgliederversammlung am 10. Mai wird eingebettet in ein eintägiges Rahmenprogramm. Am 11. Mai laden wir ein zu einem Tag der Aktiven der GfWM - und aller, die es gerne werden wollen. Eingeladen sind u. a. die Regionalkoordinatoren der GfWM ebenso wie Fachgruppenleiter bzw. Fachgruppen, sowie alle, die neugierig auf die Aktivitäten der GfWM sind und überlegen, sich selbst einzubringen.

Conference on Learning Information Literacy across the Globe
10. Mai 2019, Frankfurt M.
The Conference is a final part of the Erasmus+ Project Information Literacy Online, a European project to improve students’ competencies. The Conference will be a forum for the exchange of research and experience associated with Information Literacy (IL) Learning. Besides three keynotes and a panel, several tracks of paper sessions are planned.
https://informationliteracy.eu/conference/

LDK 2019 – 2nd Conference on Language, Data and Knowledge
20. - 23. Mai 2019, Leipzig D
A further focus of the conference is the combined use and exploitation of language data and knowledge graphs in data science-based approaches to use cases in industry, including biomedical applications, as well as use cases in humanities and social sciences. As in previous years, LDK-2019 features a number of collocated satellite events dedicated to the conference topics. This includes the 2nd Shared Task on Translation Inference Across Dictionaries, the 3rd Workshop on Humanities in the Semantic web (WHiSe III)  and the DBpedia community meeting.
http://2019.ldk-conf.org/

ESWC — International Conference on the Semantic Web
02. - 06. Jun 2019, Portoroz, Slowenien
The ESWC is a major venue for discussing the latest scientific results and technology innovations around semantic technologies. Building on its past success, ESWC is seeking to broaden its focus to span other relevant related research areas in which Web semantics plays an important role.
https://2019.eswc-conferences.org/

WissKom2019 Forschungsdaten: Sammeln, sichern, strukturieren
04. - 06. Juni 2019, Jülich D
Forschungsdaten sind nicht länger allein eine Domäne der Forschenden, sondern haben sich zu einem Handlungsfeld sowohl des Wissenschaftsmanagements als auch der Bibliotheken entwickelt. Aus deren Perspektive werden bei der WissKom2019 die Strategien, das Handling, die Ressourcen und die Administration von Forschungsdaten sowie die praktische Umsetzung des Forschungsdatenmanagements diskutiert.
http://www.fz-juelich.de/zb/DE/UeberUns/Tagungen/wisskom2019/wisskom2019_node.html

DIN-Workshop ISO 30401 – Wissensmanagement | Wissen systematisch nutzen
18. Juni 2019, Berlin
In der Veranstaltung werden die Kernelemente der ISO 30401 der deutschen Fachöffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Zudem werden in einzelnen Workshops die betrieblichen Herausforderungen mit dem Thema Wissen reflektiert und es wird überlegt, welchen Beitrag die ISO 30401 zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Organisationen leisten kann. Abschließend wird ein Meinungsbild erstellt, ob es sinnvoll und hilfreich ist, durch eine Übersetzung in eine DIN-Norm die ISO 30401 für deutsche Organisationen zugänglicher zu machen.

TAKE 2019 Conference - Theory and Applications in the Knowledge Economy
03. - 05. Juli 2019, Wien
TAKE is an international scientific conference devoted to the multidisciplinary study of the knowledge economy. In particular, it intends to analyze the relation and the gap between theories and practices in the knowledge economy of the 21st century. We bring together researchers, practitioners, and industry experts to shape the future of the knowledge economy. This diversity transforms TAKE into an unique forum. The closeness and friendship between participants does the rest to make TAKE an unforgettable scientific event.
https://www.take-conference2019.com/

SIGIR '19 — 42nd International ACM SIGIR conference on research and development in Information Retrieval
21. - 25. Jul 2019, Paris, Frankreich
The 42nd International ACM SIGIR Conference on Research and Development in Information Retrieval will take place on July 21-25, 2019 in Paris. The conference is backed up by the French Association for Information Retrieval and Applications (ARIA) which organizes the yearly IR French CORIA conference.
http://sigir.org/sigir2019/

37. Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken e.V. (ASpB)
04.-06. September 2019, Frankfurt M., D
Die Tagung findet in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg der Johann Wolfgang Goethe-Universität statt unter dem Titel „Hoch hinaus! Innovation in Spezialbibliotheken auf bewährtem Fundament“
http://aspbtagung.de/

SEMANTiCS 2019 – The Power of Artificial Intelligence and Knowledge Graphs
09. - 12. September 2019, Karlsruhe
SEMANTiCS is an established knowledge hub where technology professionals, industry experts, researchers and decision makers can learn about new technologies, innovations and enterprise implementations in the fields of Linked Data and Semantic AI. Since 2005, the conference series has focused on semantic technologies, which are today together with other methodologies such as NLP and machine learning the core of intelligent systems. The conference highlights the benefits of standards-based approaches.
https://2019.semantics.cc/

DGI-Forum Wittenberg: KI macht Schule
16. bis 18. September 2019, Wittenberg
Das DGI-Forum Wittenberg stellt eine Neuausrichtung der seit 1962 erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Oberhofer Kolloquium“ dar. Diese prominente, internationale Fachtagung zu Information und Kommunikation fand alle zwei bis drei Jahre statt. 2019 steht unter dem Motto „KI macht Schule“ das Thema Bildung in Zeiten von KI und Digitalisierung im Mittelpunkt. Wenn Sie einen Beitrag dazu leisten möchten, schreiben Sie bitte an wittenberg2019@dgi-info.de.

ECMLPKDD 2019 — European Conference on Machine learning and knowledge discovery in databases
16. - 20. Sep 2019, Würzburg, D
This event is the premier European machine learning and data mining conference and builds upon over 17 years of successful events and conferences held across Europe.
http://www.ecmlpkdd2019.org/

iPRES 2019
16. – 20. September 2019, Amsterdam (NL)
iPRES is the premier and longest-running conference series on digital preservation. Since 2004, we have had annual iPRES conferences in rotation around the globe on four continents. iPRES brings together 300-400 scientists, students, researchers, archivists, librarians, providers, and other experts to share recent developments, innovative projects and to collaboratively solve problems.
https://ipres2019.org/

71. Frankfurter Buchmesse
16. - 20. Okt 2019, Frankfurt M.
Ehrengast: Norwegen
www.buchmesse.de

15. Stuttgarter Wissensmanagement-Tage
12. - 13. Nov 2019, Stuttgart, D
Der etablierte Kongress bietet die ideale Plattform, um Ihre Erfahrungen rund um die Ressource Wissen mit anderen Wissensmanagern zu teilen.
https://www.wima-tage.de/home.html

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gfwm newsletter
Erscheinungsweise: 6x im Jahr, Anfang Februar, April, Juni, August, Oktober und Dezember
Herausgeber / Redaktion und Gestaltung: Stefan Zillich, Kontakt
Verantwortlicher Herausgeber: Gesellschaft für Wissensmanagement e.V., Postfach 11 08 44, 60043 Frankfurt a. Main
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt, Vereinsregister Aktenzeichen VR 14558
Telefon +49 (0)69/ 62 89 69, Email info@gfwm.de Homepage www.gfwm.de

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