Thinktank: Der Digitale Zwilling des Menschen als Brücke zwischen Wissensmanagement und Industrie 4.0

Wissen, Kompetenzen und Präferenzen als Anker des Menschen in der digitaliserten industriellen Wertschöpfung

Beispiele von neuen Fabriken, in denen nur noch ein Bruchteil der bisherigen Belegschaft arbeitet, haben eine intensive Debatte darüber ausgelöst, welche Verschiebungen sich im Hinblick auf den Beschäftigungsgrad ergeben, welche Berufsbilder sich wie verändern, sowie welchen Stellenwert die menschliche Arbeitskraft generell in der Industrie 4.0 noch hat. Dem gegenüber steht das Postulat, dass der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung stehen müsse. Gerade in einer Wissensgesellschaft mit allgemein hohem Bildungs- und Kompetenzniveau spricht in der Tat auch wirtschaftlich einiges dafür, alle Anstrengungen zu unternehmen, diese Human Ressourcen tatsächlich auch bestmöglich zu nutzen.

Allerdings vollziehen sich in zunehmendem Maße Entwicklungen, die darauf hindeuten, dass weder das Maximum der Human Ressourcen noch das Optimum im Rahmen der Digitalisierung industrieller Wertschöpfung realisiert werden, sondern das notwendige Minimum. Das gefährdet letztlich Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Dahinter steckt die folgende schleichende Entwicklung: Aktuell werden alle Elemente der industriellen Wertschöpfung digital abgebildet („Digitaler Zwilling“) – außer der Mensch. Eine der Kernideen von Industrie 4.0 besteht darin, dass Wertschöpfungsprozesse vollständig digital geplant, gesteuert und optimiert werden. Digitale Abbildungen aller „Assets“ und deren interoperable Vernetzung („Cyberphysische Systeme“) sind dafür eine Voraussetzung. Der Mensch ist hier bisher außen vor.

Daraus leiten sich eine Reihe von Herausforderungen ab. Die Gesellschaft für Wissensmanagement organisiert daher ein interdisziplinäres Thinktank-Projekt. Ziel ist ein genaueres Verständnis der Situation sowie die Ableitung von Lösungsansätzen (es gibt durchaus erste Ansätze).

Die Gesellschaft für Wissensmanagement ist ein gemeinnütziger Verein auf Basis ehrenamtlicher Mitarbeit. Sie ist außerdem Partner der Zukunftsallianz Arbeit und Gesellschaft ZAAG. Siehe www.zukunftallianz.com Die ZAAG unterstützt diesen Thinktank. 

Partner

Zukunftsallianz Arbeit & Gesellschaft ZAAG

Zukunftsallianz Arbeit & Gesellschaft ZAAG

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Ansprechpartner

Am Montag, den 11. März 2019 findet in Berlin ein Auftakttreffen statt

Am 11. März findet eine erste Diskussion des Themas in einem kleineren Kreis statt. Die Zielstellung dieser Veranstaltung ist, das Konzept vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Dazu wird es einen Impulsvortrag geben (Referent: Hans-Georg Schnauffer). Inhalte werden sein:

  • Was steckt hinter Industrie 4.0? Welche technologischen Konzepte stehen dahinter?
  • Welche Rolle spielen digitale Repräsentationen physischer Objekte?
  • Welche Relevanz und Effekte hätte eine digitale Repräsentation des Mitarbeiters?
  • Was würde eine solche digitale Repräsentation beinhalten, was nicht?
  • Welche Ansätze liegen seitens des Wissensmanagements bereits vor?
  • Welche Herausforderungen sind mit einer digitalen Repräsentation des Mitarbeiters verbunden?

Auf Basis dieser Inhalte wird im Kreis der Teilnehmer offen diskutiert. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden im Anschluss weiter ausgeleuchtet, Fragen geschärft und Gestaltungsansätze konkretisiert. Geplant sind zwei Folge-Veranstaltungen.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Ende 20.30 Uhr.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Plattform Industrie 4.0 in deren Geschäftsstelle statt:
Bertolt-Brecht-Platz 3
10117 Berlin

Eine verbindliche Anmeldung per e-Mail beim Ansprechpartner ist erforderlich. Die Plätze sind begrenzt.