Wissensmanagement-Methoden für neue Konferenz-Formate

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Kombination mehrerer Thesauri
(Foto: CC-BY Semantic Web Company)

Am 4./5.9.2014 in Leipzig trafen sich auf der SEMANTICS 2014 über 200 internationale Experten und Interessierte der semantischen Technologien, um den Stand der Entwicklungen, Vor- und Nachteile sowie aktuelle industrielle Anwendungen zu präsentieren und zu diskutieren. Die Konferenz war sehr international besetzt. Die weiteste Anreise hatte zweifellos die Repräsentanz aus Australien. Neben den europäischen Teilnehmern waren auch zahlreiche Forscher und Fachleute aus Unternehmen von den anderen Kontinenten zum Erfahrungsaustausch angereist.

Für die GfWM bot das Konferenz-Motto “Transfer, Engineering & Community“ einen passenden Anker, um neue Konferenz-Formate zu erproben, die auf unseren Methoden basieren. Dafür haben wir einen kompletten Track der Konferenz gestaltet und moderiert. Wir haben die Sitzungen interaktiv aufgebaut und gleichzeitig Experten und Vortragende aus unserer Community mit denen aus der semantischen Welt zusammengebracht. Semantische Technologien sind eine wichtige Grundlage für die Dokumentationslösungen im Wissensmanagement. Und wir Wissensmanager bringen neben unseren Methoden wichtige Anwendungsfälle in den Dialog ein.

In der Tat wurde schnell klar, dass die Grenzen zwischen beiden Gruppen so scharf gar nicht sind, und die Diskussionen waren lebhaft und engagiert. Etliche Teilnehmer wurden zu „Wiederholungstätern“ im GfWM-Track, was uns natürlich besonders bestätigt, darunter Fachleute aus Brasilien, Österreich, Holland und Deutschland: „Das sind die Sitzungen (und Inhalte), an die ich mich wirklich erinnern werde.“

Zu jeder GfWM Session war ein Experte geladen, der sein Themengebiet präsentiert und ergänzende Fragestellungen motiviert hat. Methoden vom Knowledge Café bis zum Flash Feedback schlossen sich an, um die Fragen im Dialog mit den Zuhörern zu beantworten. So haben wir an unseren einleitenden Vortrag ein Brainstorming angehängt, in dem die Zuhörer Fragen zu ihren eigenen Wissensmanagement-Erfahrungen beantwortet haben. Ein Experte für semantische Applikationen hat sich „für ein On-/Offboarding“ dem Interview durch die Zuhörer gestellt. Wir haben in Knowledge Cafés diskutiert, welche Rolle semantische Technologien für die Gestaltung und Verwaltung von Hochschul-Curricula spielen können und welche Lösungen es für den Umgang mit veränderten Namen gibt. Bei strahlendem Sonnenschein war auch der Team-Walk auf dem Gelände des Wissenschaftspark in Leipzig Gegenstand des Neides. Kleinere Gruppen haben die durch J. Voskuil (siehe Foto) angeregten Fragestellungen zur sinnvollen Integration verschiedener bestehender Thesauri diskutiert.

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Angeregte Fortsetzung der Diskussionen
(Foto: Ute John)

Die Konferenz wurde auch nach Aussagen der Organisatoren durch die ungewohnten Formate sehr bereichert, und wir werden diesen „Prototyp“ der GfWM@SEMANTiCS weiter auswerten und ggf. für eine Fortsetzung im September 2015 in Wien ausbauen. Dann werden auch unsere internationalen „Fans“ bestimmt wieder dabei sein.