Peter Pawlowsky hat ein neues Wissensmanagement-Buch geschrieben

Mit seinem Buch “Wissensmanagement” legt Peter Pawlowsky eine beeindruckende Rundum-Sicht des Wissensmanagements vor.

Das neue Buch “Wissensmanagement” von Peter Pawlowsky, 2019

Es passiert nicht mehr alle Tage, dass Wissensmanagement-Bücher erscheinen. Umso erfreulicher ist, dass mit dem Buch „Wissensmanagement“ von Peter Pawlowsky, Inhaber des Lehrstuhls “Personal und Führung” an der TU Chemnitz, nun ein aktueller Rundumblick über das breite Feld des Wissensmanagements geschaffen wurde. Gerade das macht es wertvoll: Dass das Thema Wissensmanagement in seiner Vielfalt aus der Perspektive des Jahres 2019 beleuchtet wird. Damit hat sich Peter Pawlowsky einer echten Hausforderung gestellt. Nämlich die Moden des Themas von der Substanz zu trennen.

Mit dem Blick auf inzwischen an die gut zwei Jahrzehnte, die das Thema Wissensmanagement – damals selbst noch Mode – inzwischen hinter sich hat, zeigt das Buch, was im Wissensmanagement gestern wie heute von Relevanz ist. Für uns als Wissensmanager, die wir viele dieser Ansätze kennen, ist das die Bestätigung, dass wir die richtigen Dinge machen. Viele prägende Ideen des Wissensmanagements zählen zur Substanz nicht obwohl sie nicht neu sind, sondern gerade deshalb.

Natürlich schlägt Peter Pawlowsky auch Brücken zu neuen Themen und den neuen und immer wieder aktuellen Herausforderungen des Wissensmanagements, wie zum Beispiel die Erfassung des intellektuellen Kapitals und dessen Quantifizierung. Vieles dreht sich auch um transformatorische Ansätze, wie Wissensmanagement strukturiert, eingeführt und entwickelt werden kann. Insbesondere das Management von Wissensprozessen nimmt einen breiten Raum ein. Das entspricht der Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten, die das Thema Wissensmanagement so spannend und abwechslungsreich machen. Mir persönlich gefällt gut, dass man diese Gestaltungsfelder immer wieder mit den konzeptionellen Ansätzen spiegeln kann. Schön, wenn man dann nur ein paar Seiten vor oder zurückblättern muss.

Zur Substanz des Buches gehört für mich auch, dass die Ergebnisse der Wissensmanagement-Studie von 2010 enthalten sind, der mit über 3.000 Befragungen bis dato umfangreichsten Empirie zum Wissensmanagement in Deutschland. Die Ergebnisse mögen inzwischen 9 Jahre alt sein, die Kernaussage dürfte aber auch in den neuen Kontexten des Wissensmanagements Bestand haben: Der Erfolg eines Unternehmens und ein hoher Ausbaustand des Wissensmanagements korrelieren signifikant! Diese Studie ist damit für jeden Wissensmanager eine wertvolle Legitimation seiner Arbeit, die ja bekanntermaßen oft genug eine Herausforderung darstellt.

Impulsgeber der Studie war damals das Wirtschaftsministerium. Natürlich wäre schön, wenn es im Jahr 2020 eine erneute empirische Standortbestimmung des Wissensmanagements gäbe, denn „unter der Haube“ dürften sich die Gestaltungsfelder und -ansätze durchaus geändert haben. Vielleicht hilft ja dieses Buch, diesen Bedarf zu erkennen.

Ein solcher Überblick über das Wissensmanagement mit einem Blick auf die Herkunft, den aktuellen Stand und die weitere Entwicklungsmöglichkeiten ist daher nicht nur ein Beitrag zum Thema selbst, sondern auch eine Orientierung für uns als Gesellschaft für Wissensmanagement. Dass diese Übersicht mit Peter Pawlowsky von einem ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft für Wissensmanagement kommt, passt umso besser zusammen.

Ich wünsche dem Buch viele Leser und den Lesern viel Inspiration, die sie gerne im Rahmen der Gesellschaft für Wissensmanagement weiter vorantreiben können.

Das Buch ist im De Gruyter Verlag erschienen und kostet 35 Euro. Die Hardcopy hat die ISBN 978-3-11-047492-3. Zur Website des Verlages geht’s hier.

Wer den Autor persönlich treffen möchte kann das beim diesjährigen KnowledgeCamp der GfWM tun. Peter Pawlowsky wird das Buch dort vorstellen.